02.10.2004
Vorgestern habe ich mal angefangen die Schaltung
zu konstruieren. Es sollte wieder eine Wippschaltung am Lenkrad werden, wie
beim KLR Kart, so einen Bowdenzug hatte ich noch rumliegen. Allerdings sollte
diesmal die Wippe nicht mit der Lenksäule verbunden werden, sondern durch
entsprechende Formgebung bei unterschidlichen Lenkpositionen immer erreichbar
sein. Daraus folgte, dass die Wippe kreisförmig sein musste. Ein Vorteil
den ich hier habe ist, dass die Kupplung mit dem Fuß betätigt wird,
also das Kart hat 3 Pedale. Somit hatte ich mehr Platz für die Wippe am
Lenkrad.
Als erstes habe ich das Aufnahmelager für die Wippe konstruiert, 3 Flacheisen
zum U zusammengeschweißt und eine M8 Schraube als Lagerachse.
Die Wippe
Ich schaute mich um und fand auch gleich ein vorgebogenes Stückchen V2A Material,
welches ich für die "Paddel" verwenden konnte. Auf die nötige
Länge geflext und nachgebogen fanden diese Teile dann ihre Position an den
Enden ein Flacheisens, welches in der Mitte mit einer Buchse vesehen wurde. Alles
mit der Fächerscheibe nachgearbeitet und die Bohrung für den Kugelkopf
gesetzt, gleicher Abstand vom Lager wie meim KLR Kart, 45mm, passt schon.
Der Zug
Als Befestigung des Zuges kam das zusätzliche Rohr, welches die Verkleidung
hält, in Frage, aber scheißen wollte ich da nicht, da das Rohr verchromt
ist. Ich suchte ein passendes Stück Rohr (15mm Innendurchmesser), ca. 50mm
Länge, der Länge nach in 2 Teile geteilt und ein Flacheisen mit Aufnahme
für den Zug auf der einen Hälfte angeschweißt. Das ganze Gebilde
habe ich mit 2 Schauchschellen an das Chassis fixiert, das sollte erstmal halten.
Etwas schlecht auf dem Foto zu erkennen.
Die Umlenkung
Da der Zug etwas kurz ist, musste ich mir was einfallen lassen, wie ich das
Ende mit dem Getriebe verbinde. Da kam ein zusätzlicher Umlenkhebel in
Frage, nur wo plazieren? Er sollte schon am Klumpenhalter sein, damit bei einer
Verstellung des Motors wegen Kettenspannung die Schaltung sich nicht verstellt.
Ich machte mir mehrere Zeichnungen und entschied mich für die Variante
an der Ecke vorne links am Klumpenhalter. 2 Flacheisen im rechten Winkel zueinander
verschweißt, Löcher für die Buchse und den Kugelköpfen
gebohrt, Lagerhalterung und die Halterung für den Zug angefertigt und am
Klumpenhalter angeschweißt. Der Rest war relativ einfach, Gewindestange
mit Kugelköpfen auf Maß bringen und anbauen. Funktioniert.
Achja, da fällt mir ein, ich muss ja noch den Ölfilter tauschen.
03.10.2004
Elektrik
Gestern und heute habe ich mich der Elektrik gewidmet. Ich hatte mich an
dem Beispiel von Torstens Monkey orientiert, er hatte sich bei Conrad Elektronik
ein Gehäuse aus Kunstoff besorgt und seine Kabel darin vergraben. Eine
saubere Lösung, so bin ich also gestern auch zu Conrad gefahren und habe
mich nach einem passenden Gehäuse umgeschaut und eins gefunden. Mir kamen
erst Zweifel auf, ob ich den ganzen Kabelkram da rein gequetscht bekomme, aber
nach längerem Überlegen, dachte ich mir : "Passt schon".
Den geeigneten Ort für die Kiste habe ich auch schon gefunden, quasi ein
kleiner Kofferraum auf dem Rücken vom Klumpen. Nun musste ich die Kiste
nu noch mit den entsprechenden Bohrungen für die Kabel versehen und für
die Halterung. Die CDI Einheit und der Gleichrichter/Regler habe ich auf den
Deckel plaziert. Der dicke Strang, der rechts aus der Box kommt, geht zu den
Armaturen und den Zündspulen, die restlichen Stecker werden da nicht mehr
gebraucht, bleiben aber dran.
Armaturen
Als nächstes habe ich die Armaturen unter die Haube gebracht. War relativ
einfach, 2 Flacheisen zugeschnitten, große Löcher am Ende für
die Gummischeiben gebohrt und die Halterungen mitsamt Armaturen an den Haubenträger
angepunktet. Die Kabellänge reicht sogar aus um sie mit dem Kabelbaum zu
verbinden.
Die Krümmer
Jetzt konnte ich mich so langsam mit der schwierigsten Aufgabe, dem Auspuff
widmen. Die erste Überlegung war den Auspuff zwischen Motor und Sitzschale
zu führen, aber Holger (der mit dem Super Seven) gab mir die Idee, die Anlage
links am Motor oberhalb der Lichtmaschine nach hinter zu führen. Also habe
ich die Stutzen der 4in1 oben auf 5cm Länge abgetrennt und die Falten des
Unfalls mit dem Hammer und einem festen Rohr im Schraubstock herausgebügelt.
Mit dem Gasbrenner auf Rotglut gebracht, erleichterte die Prügelei etwas.
Jetzt lassen sich die Stutzen sauber anschrauben und ich kann mich dann auf die
Krümmerführung konzentrieren. Aber da kommt Christian morgen vorbei
und hilft mir dabei. Mal schauen, was daraus wird. Das Problem dabei ist, dass
es im Metallbau keine Rohre in dem Maß gibt. Ich werde morgen vormittag
zum Motorrad Secondhand fahren und fragen, ob die nicht noch eine demolierte Krümmeranlage
rumliegen haben, dann hätte ich genug Material mir was passendes zusammen
zu brutzeln.
| |
|
 |
05.10.2004
Krümmer
Gestern habe ich noch versucht Rohrmaterial
in dem Durchmesser der Krümmer (35mm) aufzutreiben, dieses Maß gibt
es nicht bei Metallbaufirmen, jedenfalls nicht zu erschwinglichen preisen. Auch
div. Motorradläden bin ich angefahren, aber keiner hatte irgendeine Krümmeranlage
von einer Unfallmaschine oder so. Dafür habe ich einen geeigneten Dämpfer
aufgetrieben, kommt optisch ganz gut und dürfte guten Durchsatz haben, hatte
mich allerdings schlappe 50 Eus gekostet. Gegen 16.30 kam Christian vorbei und
half mir bei der Konstruktion. zu zweit macht sich sowas besser, da man oft 4
Hände braucht um die Rohre anzupassen und anzupunkten. Ich beschloß
den Auspuff links am Motor vorbeizuführen und trennte erstmal das Sammelrohr
von den einzelnen Krümmern. Mit Hilfe eines Winkels fixierte ich diesen am
Motor. Wir begannen mit dem entferntesten Zylinder an, damit wir die Länge
der einzelnen Krümmer bestimmen konnten.
Als nächstes gingen wir dem Krümmer am nächsten
liegenden Zylinder an, da mussten wir die ermittelte Rohrlänge soweit hin
und herflexen und biegen, dass er dann mit der Länge ans Sammelrohr passt.
Schade dass ich keine Kernrohrbiegemaschine habe, so sieht die Sache nicht so
hübsch aus, aber vielleicht findet sich da mal eine Möglichkeit. Naja,
und dann noch die beiden anderen Zylinder, die waren dann mehr oder weniger Pflichtübung.
Optisch kommt die Sache leider nicht so schön rüber, aber für den
1. Versuch kann ich damit leben. Die Aufnahme von der Seite erinnert mich an den
Film "Alien", wo der eine Astronaut von diesem ausserirdischen Monster
befallen wurde.
|
|
|
 |
Jetzt kann ich mich mit dem verlegen des Rohres
zum Dämpfer beschäftigen, aber das ist keine große Geschichte.
Heute habe ich erstmal eine ganze Menge Kleinteile
und Material besorgt, Anlasserknopf, Kühlerschlauch, Kettenschlösser,
Schlauchschellen und Benzinschlauch. Kam ja auch wieder ein nettes Sümmchen
zusammen, diese Kleinigkeiten kosten auch eine ganze Menge.
Viel Zeit blieb nicht mehr, ich habe dann auf die Schnelle eine Halterung für
den Zündschalter und Anlasserknopf angefertigt. Bestehend aus einem Stückchen
Alublech und Vierkantrohr. Das Ganze sollte dann an den Rohren, die die Lenksäule
halten, befestigt werden. Als Zündungsschalter verwende ich den Benzinhahnschalter
der FZR, mit dem man aus "Reserve" umschaltet. Den Anlasserknopf habe
ich bei Conrad bekommen. Die Vierkantrohre sollten eine Art Klemmfunktion zwischen
den beiden Rohren am Chassis übernehmen, damit das Alublech sich beim festschrauben
nicht verbiegt.


